Um Platz im Kasten zu schaffen, verkaufen wir sieben (!) Latein Turnierkleider auf einmal! Warum brauche ich Platz? Natürlich für neue Kleider (siehe auch: "Wie entsteht eigentlich ein Tanzkleid?")! Alle Outfits werden ab 9.9.2016 im Atelier von Maria Smodics-Neumann ausgestellt sein. Dort kann man nach Belieben herumprobieren und die Kleider, falls es nötig sein sollte, auch gleich ändern lassen. Bei Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Dieses hochgeschlossene (kaum Bräunungsprodukte notwendig!) dunkelblaue Kleid lässt sich sowohl in der Unterklasse als auch in der Oberklasse wunderbar tragen. Mit eigens angefertigten, großzügig bestrassten Accessoires (Gürtel, Halskette, Armbänder) kann man es sofort in ein elegantes Oberklassenkleid verwandeln, das bei jedem Event im In- und Ausland gut zur Geltung kommt.

Zustand: sehr gut

Größe: 36/38

Preis: 320EUR


Ein besonders fröhliches Kleid sieht man hier! Die dreidimensionalen, bestrassten Blumen, die auffälligen Farben und der voluminöse Rock machen dieses Outfit unübersehbar. Egal bei welchem Turnier man damit tanzt - die Wertungsrichter werden einen mit diesem Kleid sofort sehen!

Zustand: sehr gut

Größe: 36/38

Preis: 320EUR


Perfektes erstes Turnierkleid! In diesem wunderschönen Kleid, das ein wenig an den Stil von Marilyn Monroe erinnert, ist man perfekt für die ersten Auftritte auf der Tanzfläche gewappnet. Der klassisch weibliche Schnitt, der raffinierte Farbverlauf und die leichte Transparenz des Rocks machen dieses Outfit einzigartig!

Zustand: sehr gut

Größe: 36/38

Preis: 100EUR


Arielle lässt grüßen! Dieses Kleid in einem ungewöhnlichen Grünton, der im Licht wunderbar strahlt, ist sexy und verspielt in einem. Der Rock und bestrasste Ketten am Rücken und im (großzügigen) Ausschnitt sorgen für viel Bewegung, während der raffinierte Schnitt des Oberteils viel Haut zeigt.

Zustand: gut

Größe: 36/38

Preis: 320EUR


Das neuste Kleid, das zum Verlauf steht, ist zugleich auch mein liebstes. Die Farbe ist auffällig, der Schnitt sexy und trotzdem bewegt sich genug. Die bestrasste Spitze am Oberteil des Kleides, die Perlfransen und die glitzernden Ketten am Rücken sind eindrucksvoll kombiniert und machen das Kleid auf der Fläche extrem sichtbar. Ein Päckchen Perlfransen zum Annähen, falls welche reißen sollten, ist inkludiert.

Zustand: gut

Größe: 36/38

Preis: 360


Ein klassisches Fransenkleid kommt nie aus der (Tanz-)Mode. In einem starken Blau und mit Stresssteinen an strategisch günstigen Stellen strahlt dieses Kleid auf gebräunter Haut perfekt. Die Fransen und Paillettenfransen sorgen für größtmögliches Volumen in der Bewegung.

Zustand: gebraucht

Größe: 36/38

Preis: 100EUR


VERKAUFT Ein extrem elegantes und weibliches Kleid. Nicht nur die extra angefertigten Accessoires (Gürtel, Armband, Ohrringe) mit grünen, schwarzen und silbernen Steinen machen dieses Kleid zu einem besonders hochwertigem Outfit. Der zweifache Rock sorgt für tolle Effekte beim Tanzen und das klassische Schwarz des Kleides passt zu fast jedem Herrenoberteil.

Zustand: sehr gut

Größe: 36/38

Preis: 350EUR

 

Oft werden Tänzerinnen gefragt, woher die tollen Tanzoutfits stammen, die bei Turnieren und Shows getragen werden. Wer entwirft sie? (Man selbst!) Wieviel kostet ein Glitzerkleid? (Viiiiiel!) Wie oft trägt man es (für den Preis nicht oft genug) und was passiert danach damit? (Je nach Tanzerfolg wird das Kleid unterschiedlich behandelt. Sehr erfolgreiche Ergebnisse: das Kleid kommt in den eigens angefertigten Schrein zu Hause, wo täglich davor eine Kerze angezündet wird. Mittelmäßig erfolgreich: das Kleid wird verkauft und bringt hoffentlich einen anderen Tänzerin mehr Glück. Gar nicht erfolgreich: das Kleid wird in einer einem Exorzismus ähnelnden Zeremonie auf einem Scheiterhaufen verbrannt.)

Für die Herbstsaison wünscht sich Alexandra ein neues Kleid und erklärt Schritt fuer Schritt, wie ein Outfit entsteht:

Basis

Nach so vielen Jahren auf der Tanzfläche weiß man eigentlich schon, was einem steht und welche Schnitte man eher vermeiden sollte. Alle Fehler, die man machen kann, hat man gemacht (ein Highlight: schwarzes Kleid aus Fake-Leder mit Nieten und Kurzhaarschnitt mit Spikes. Können wir das Jahr 2011 vielleicht aus dem Protokoll streichen?) und nun ist man sich (hoffentlich) im Klaren darüber, welchen Stil man zeigen möchte und welcher Look am besten zum eigenen Tanzen passt.

Inspiration

Bei großen Turnieren wie zum Beispiel in Blackpool kann man sich die besten Anregungen holen. Man beobachtet genau, was andere Tänzerinnen tragen, was die Trends sind und wie gut welcher Schnitt und welches Material auf der Tanzfläche in Bewegung wirken. Um ehrlich zu sein klaut man rechts und links Ideen und hofft, dass man dann nicht zufällig auf einem Turnier neben der Tänzerin aus China steht, deren Kleididee man sich illegal angeeignet hat.

SchneiderIn des Vertrauens

Für Tänzerinnen und Tänzer jeder Leistungsstufe empfehle ich Maria Smodics-Neumann. Die Wienerin, die selbst auch getanzt hat, ist nicht nur eine handwerklich perfekt, sondern auch eine erfahrene und kreative Designerin. Egal, ob man mit einem fertigen Entwurf oder nur einer vagen Idee ("Maria, ich fühle etwas Elegantes. Aber trotzdem sexy. Und mit Stoff, der sich bewegt! Aber nicht zu viel Stoff! Und lila. Oder blau?") zu ihr kommt: auf einem Blatt Papier setzt sie in Windeseile die Idee um, zieht aus allen Ecken und Enden ihrer Werkstatt Stoffproben hervor und verteilt großzügig Strasssteine und Perlenfransen auf dem Tisch.

Maria Smodics-Neumann nimmt sich Zeit, ist emphatisch und leidenschaftlich. Nach dem ersten Treffen geht man mit einem Entwurf, einem Zeitplan und einem Kostenvoranschlag, den Maria nicht selten sogar unterbietet (!), aus ihrer Werkstatt und kann die erste Anprobe gar nicht erwarten.

Anprobe und Accessoires

Nach einiger Zeit kommt man wieder in das Atelier der Schneiderin in der Stumpergasse im 6. Wiener Bezirk. Das grobe Gerüst des Kleides ist fertig, es fehlen nur noch Finetuning, Fitting und natürlich massenhaft Strasssteine (GLITZER!!!). Während in Marias Studio emsig genäht wird, kümmert man sich um passende Accessoires wie zum Beispiel Haarschmuck, Ohrringe, Halsketten, etc. Das gesamte Outfit muss stimmig und gut durchdacht sein. Aber trotz aller Mühen haut man manchmal einfach daneben...

Die Sommermonate nützen die meisten Tänzerinnen und Tänzer, um Kraft zu tanken, abzuschalten, neue Choreographien zu basteln und vor allem um dem Turnierstress ein bisschen zu entkommen. Andreas und Alexandra haben ihre Tanzsaison mit einem intensiven Trainingslager in Dänemark ausklingen lassen.

In einem Sportinternat in der Nähe von Billund, Dänemark, wird von Peter und Christina Stokkebroe (ehemalige Weltmeister in den Lateinamerikanischen Tänzen) seit einigen Jahren das Weltgrößte Tanzcamp organisiert. Tanzpaare aus alles Ecken der Erde - Russland, Israel, Italien, Frankreich, und, und, und - kommen hier mit den den besten Trainern der Welt zusammen und verbringen zusammen eine Woche, in der an nichts anderes gedacht wird als an tanzen, tanzen und nochmals tanzen. 

Das dicht gedrängte Programm besteht aus Vorträgen, Gruppentrainings, privaten Trainierstunden, Sporteinheiten, Yogastunden und geführten Turniersimulationen. Dazwischen werden die Paare drei- bis viermal täglich gut gefüttert, damit man den hohen Energieverbrauch irgendwie ausgleicht. Am letzten Abend gibt es zum Abschluss einer intensiven, lehrreichen, inspirierenden aber auch anstrengenden Woche eine liebevoll organisierte Party. Der eigens engagierte DJ legt Musik auf und alle tun das, was sie am liebsten machen: tanzen!

Andreas und Alexandra am Tanzcamp in Dänemark mit Weltmeister Peter Stoekkebroe (ganz re.)

Es vergeht kaum ein Tag, an dem Profitänzerinnen und -tänzer nicht gefragt werden, wie oft, wie viel und vor allem was man eigentlich trainieren muss, um so gut zu tanzen. Hier eine Übersicht über eine typische Trainingswoche von Andreas und Alexandra:

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Ausdauertraining

Freies Tanztraining

Finaltraining

Trainerstunde

Gruppentraining

Freies Tanztraining

Supervised Practice

Freies Tanztraining Freies Tanztraining Krafttraining


Ausdauertraining und Krafttraining
erledigen Andreas Hörmann und Alexandra Scheriau getrennt voneinander. Beide gehen gerne laufen und versuchen durch ständiges Steigern ihrer Laufgeschwindigkeit, ihre Grundausdauer zu vergrößern. Da ein Tanzturnier von der Belastung aber eher vergleichbar ist mit einer Reihe von Sprints, versuchen die Andy und Alex Sprints über kurze Distanzen in ihr Training einzubauen. 

Freies Tanztraining
 findet fast jeden Tag statt. Das Tanzpaar verabredet sich zu einem bestimmten Zeitpunkt und nach einem gründlichen Warum-Up werden die verschiedenen Choreographien bearbeitet, verfeinert und verbessert. Einzelne Passagen werden gefilmt, verändert, wieder gefilmt und schließlich festgelegt und geübt, geübt, geübt. Mal mit Musik, mal ohne, mal in Slowmotion un mal in Normalgeschwindigkeit. 

Finaltraining ist ein wichtiger Bestandteil des Tanztrainings. Während im freien Training oft langsam und ohne Musik geübt wird, geht es beim Finaltraining einzig und allein um Durchtanzen. Egal, ob Fehler passieren, es wird weitergetanzt. Werden alle fünf Tänze einer Disziplin ohne Pause nacheinander gespielt, ist Finaltraining auch ein tolles Ausdauertraining. 

Im Schnitt nehmen Andreas und Alexandra eine Trainerstunde pro Woche bei wechselnden Trainern aus dem In- und Ausland. 

Im Gruppentraining werden meistens Basisbewegungen wiederholt. Ähnlich wie beim Ballett, wo auch die besten Tänzerinnen und Tänzer der Welt jedes Training mit einfachen Übungen an der Ballettstange beginnen, hören auch TurniertänzerInnen nie auf, ihre Basics zu trainieren. 

Supervised Practice ist das Event, zu dem Paare aller Leistung- und Altersstufen zusammenkommen. Jeder Tanz wird drei- oder viermal gespielt und man tanzt und tanzt und tanzt - bis man nicht mehr stehen kann und nach einer Cooldown-Phase auf allen Vieren aus dem Tanzsaal kriecht.

Andreas und Alexandra - Eine typische Trainingswoche. Cartoon: Work out and talk about it

Am 20.05.2016 fand in Strebersdorf ein großes Kindertanzturnier statt. Organisiert wurde dieses Event viele Jahre lang von Dr. Johannes Biba, der kurze Zeit vor dem Turnier leider völlig überraschend verstorben ist. Wir hoffen sehr, dass seine Arbeit fortgeführt wird. Denn die Freude der Kinder ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass das Projekt jede Minute Arbeit, die es kostet, wert ist. Auch die Eltern der teilnehmenden Kinder wurden vom Tanzfieber gepackt und feuerten ihre kleinen Stars lautstark an. 

Zuschauer und Eltern am Kindertanzturnier

Volksschullehrer und Volksschullehrerinnen besuchen Tanzworkshops und unterrichten dann wiederum ihre Schülerinnen und Schüler. Die Kinder lernen und üben von September bis Mai drei Tänze: Merengue, Cha Cha Cha und Langsamen Walzer. Am Ende des Schuljahres treten Teams aus verschiedenen Schulen Wiens gegeneinander an. Unterbrochen werden die einzelnen Runden durch Showeinlagen der Profitanzpaaren, die auch als Wertungsrichter fungieren.

Kindertanzturnier Strebersdorf

Man sieht den Kindern bei jedem Schritt an, wie viel Spaß sie haben und die Beurteilungen und Platzierung der Paare ist eine besonders schwere Aufgabe. Man möchte durch eine schlechte Platzierung doch niemandem die Freude am Tanzen nehmen! Aber auch dafür wurde eine wunderbare Lösung gefunden. Die Kindern werden als Team bewertet und es werden ausschließlich 1., 2. und 3. Plätze vergeben. Die Pokale, die auch allen Teams überreicht werden, sind so stattlich, dass die Profipaare versucht waren, ein paar mitgehen zu lassen :)

Pokale Kindertanzturnier

Der Countdown läuft! Wir bereiten uns auf unsere Reise nach Blackpool vor, wo wir mit den besten Tanzpaaren der Welt auf der Tanzfläche stehen werden! Jetzt heißt es trainieren, trainieren, trainieren!

Blackpool ist das Wimbledon des Tanzsports. Seit 1920 wird das acht Tage dauernde Tanzfestival im Theater Winter Gardens im Nordwesten Englands ausgetragen. Für etwas mehr als eine Woche finden sich Tänzerinnen und Tänzer aus der ganzen Welt ein, um in den heiligen Hallen des Gesellschaftstanzen gegeneinander anzutreten. Sogar in dem beliebten Film "Darf ich bitten" (Jennifer Lopez und Richard Gere, 2004) wird Blackpool erwähnt. Im Finale des Filmes erfährt man, dass die Profitänzerin Lopez mit ihrem neuen Tanzpartner wieder in Blackpool antreten wird.

Was macht Blackpool so besonders? Vielleicht die über 2000 Tanzpaare, die extra in diese entlegene Stadt reisen? Vielleicht die großartige Liveband, die alle mit ihrem unverkennbaren Stil bezaubert? Vielleicht die Atmosphäre des Veranstaltungsortes, eines prachtvollen Theaters ausgestattet mit Goldstuck und rotem Plüsch? Wie auch immer, Andreas und Alexandra freuen sich schon seit Monaten darauf, an diesem ganz speziellen Tanzturnier teilnehmen zu dürfen.

Endlich ist es dann soweit! Das Wimbledon des Tanzsportes. Einmal auf der Tanzfläche im altehrwürdigen Winter Gardens Theatre zu stehen und zur großartigen Live Musik des Empress Orchesters tanzen ist der Traum jeder Tänzerin und jedes Tänzers. Seit bald 100 Jahren ist das Blackpool Dance Festival Fixpunkt im Kalender des Tanzjahres. 3000 Paare aus der ganzen Welt bevölkern dann für 10 Tage die Straßen, Pubs und Restaurants des kleinen Städtchens. Die Bewohner von Blackpool haben sich nach all den Jahren wohl an den Anblick dunkelbraun gefärbter, haargelackter und mit Kriegsbemalung versehener Tanzpaare gewöhnt und ignorieren uns weitgehend.

Jeder Tag beginnt mit einer gemeinsamen Practice. Alle Paare, die möchten, können auf der großen Tanzfläche am Veranstaltungsort zu der Musik, die auch beim Turnier gespielt wird, üben. Obwohl die Tanzfläche übervoll ist und man wegen der Menge an Menschen nur schwer voll austanzen kann, sind alle Paare professionell, freundlich und konzentriert - und vor allem voller Vorfreude auf das tatsächliche Turnier später am Tag!

Das Turnier selber ist ein einmaliges Erlebnis! Die Vorrunden finden den ganzen Tag statt, man wärmt auf, perfektioniert das Makeup, tanzt, geht von der Fläche und wartet, bis man wieder an der Reihe ist. Dann wärmt man wieder auf, perfektioniert das Makeup und tanzt den nächsten Tanz. Auf einer Seite der Tanzfläche stehen die Wertungsrichter und Wertungsrichterinnen, die in Windeseile (jeder Tanz dauert nicht einmal 2 Minuten), die Startnummern der Paare notieren, die sie in der nächsten Runde sehen wollen. Nach dem letzten Tanz wird bekanntgebeben, welche Paare noch einmal zeigen dürfen, was sie können. Dieses Prozedere wiederholt sich zwei Tage lang, bis am Ende nur mehr sechs oder sieben Paare übrig sind, die im Finale gegeneinander tanzen. Sobald man selber ausgeschieden ist, bleibt man im Saal, feuert Freunde und Bekannte an und beobachtet die übriggebliebenen Paare ganz genau. Denn kein anderes Tanzevent der Welt ist eine größere Inspirationsquelle als das Blackpool Dance Festival!